Mein Erasmus+ Praktikum in den Niederlanden war für mich eine richtig schöne und besondere Erfahrung. In der einen Woche habe ich nicht nur viel über die Arbeit gelernt, sondern auch ein neues Land kennengelernt und viele neue Eindrücke gesammelt.
Ich habe mein Praktikum bei QSC Benelux gemacht, dem Standort von Q-SYS EMEA, wo ich auch meine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement mache. Trotzdem war es etwas ganz anderes, dort vor Ort zu sein und zu sehen, wie alles international abläuft.
Schon am Anfang ist mir aufgefallen, wie entspannt die Niederlande sind. Überall fahren Leute Fahrrad, es gibt richtig schöne Grachten und die Städte haben irgendwie eine ganz eigene, ruhige Atmosphäre. Die Menschen waren auch offen und freundlich, deswegen habe ich mich schnell wohlgefühlt.
Im Unternehmen wurde ich direkt nett aufgenommen und habe verschiedene Abteilungen kennengelernt. Am meisten war ich im Bereich Customer Care, wo ich auch mithelfen durfte. Ich habe z. B. bei Bestellungen unterstützt und konnte so einen guten Einblick in den Arbeitsalltag bekommen. Besonders gut fand ich, dass ich nicht nur zugeschaut habe, sondern auch selbst Aufgaben übernehmen durfte.
Ein Highlight war für mich das Thema Customer Success. Dabei ging es vor allem darum, wie wichtig eine gute Kommunikation mit Kunden ist und dass der Fokus nicht nur auf einzelnen Aufträgen liegt, sondern auf einer langfristigen Zusammenarbeit. Außerdem war es interessant, Kolleginnen und Kollegen persönlich kennenzulernen, mit denen ich vorher nur online Kontakt hatte. Ich durfte außerdem an einem Meeting mit dem US-Team teilnehmen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig eine klare und strukturierte Kommunikation ist, wenn Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenarbeiten.
Zusätzlich habe ich Einblicke in weitere Bereiche wie Marketing und HR bekommen. Im Marketing ging es unter anderem um die Planung von Events und die Abstimmung zwischen verschiedenen Abteilungen. Im HR-Bereich habe ich gesehen, welche organisatorischen Aufgaben im Hintergrund ablaufen und wie das Mitarbeitermanagement funktioniert. Besonders interessant fand ich die Serviceprozesse: Hier werden defekte Geräte erfasst, geprüft und anschließend repariert oder ersetzt. Ich habe dabei unterstützt, Geräte im System zu erfassen und den Versand zu begleiten. Dadurch habe ich gemerkt, wie wichtig sorgfältiges und genaues Arbeiten ist.
Nach der Arbeit hatte ich auch genug Zeit, mir die Städte in der Nähe ein bisschen anzuschauen. Besonders gut gefallen hat mir Utrecht mit seinen Grachten, kleinen Cafés und engen Straßen. Oft bin ich einfach durch die Stadt gelaufen, habe die Atmosphäre auf mich wirken lassen und konnte dabei gut abschalten. Die Mischung aus Lebendigkeit und Ruhe empfand ich als besonders angenehm. Übernachtet habe ich in Houten, das im Vergleich zu Utrecht deutlich ruhiger ist. Das war ideal, um nach der Arbeit gut abschalten zu können. Dort bin ich auch viel Fahrrad gefahren, was mir besonders Spaß gemacht hat, da die Stadt sehr fahrradfreundlich ist. Die vielen Fahrradwege und die grüne Umgebung haben zusätzlich dazu beigetragen, dass man sich gut erholen konnte.
Insgesamt habe ich mich während meines Aufenthalts sehr wohlgefühlt. Ich habe mich schnell eingelebt, mich gut an die neue Umgebung angepasst und gleichzeitig interessante Unterschiede zum Arbeitsalltag in Deutschland kennengelernt.
Das Praktikum war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung, bei der ich fachlich viel dazulernen konnte. Außerdem habe ich neue Menschen kennengelernt und gleichzeitig ein neues Land entdeckt. Besonders die Kombination aus Arbeit und Freizeit hat diese Zeit für mich so besonders gemacht.
(Anita Drenica, W2BM)







