Bonjour Paris! – Zwei erlebnisreiche Tage in der französischen Hauptstadt
„Paris ist immer eine Reise wert.“ – Dass an diesem Satz etwas dran ist, durfte unser kleiner Französischkurs der J1 in dieser Woche selbst erleben. Mit dabei waren Schüler und Schülerinnen sowie Lehrerinnen aller drei Schulen des Berufsschulzentrums: Max-Weber-Schule, Albert-Schweitzer-Schule und Friedrich-Hecker-Schule.
Am frühen Dienstagmorgen ging es – mit einer kleinen, fast schon obligatorischen Verspätung der Deutschen Bahn – Richtung Paris. Nach der Ankunft starteten wir von unserem kleinen, aber sehr gemütlichen Hostel mitten im Marais. Die Lage hätte kaum besser sein können: Notre-Dame, Louvre und viele weitere Sehenswürdigkeiten waren bequem zu Fuß erreichbar.
Gleich am ersten Tag erwartete uns eine ganz besondere Kulisse: Ganz Paris feierte den französischen Nationalfeiertag. Überall waren Menschen unterwegs, die Stadt war festlich geschmückt und die Stimmung einzigartig. Rund um den Louvre und die Champs-Élysées sahen wir noch die Militärwägen der großen Parade am Vormittag. Weiter ging es zu. Arc de Triomphe, unter dem zur Feier des Tages eine riesige Fahne gehisst war, natürlich in „bleu, blanc, rouge“. Allerdings zeigte sich der Sommer ebenfalls von seiner extremen Seite – bei Temperaturen von weit über 30 Grad. Aus Sicherheitsgründen wurde der Eiffelturm deshalb bereits am Nachmittag geschlossen. Kurzerhand änderten wir unsere Pläne, gönnten uns zunächst eine kleine Siesta im angenehm kühlen Hostel und starteten später erneut in den Abend.
Nach einem gemeinsamen Essen im lebendigen Marais führte unser Spaziergang vorbei an der Bastille – natürlich nicht ohne einen kurzen Blick in die französische Geschichte. Anschließend zog es uns trotz des geschlossenen Turms zum Wahrzeichen der Stadt. Immer wieder unglaublich beeindruckend. Eigentlich wollten wir zum Funkeln des Eiffelturms noch gemeinsam das WM-Halbfinale verfolgen. Doch Fussball-Bars waren an diesem Abend rund um den Eiffelturm nicht zu finden. Im Nachhinein war das vielleicht sogar ganz gut so: Stattdessen genossen wir die besondere Atmosphäre und das nächtliche Funkeln, die vielen Menschen aus aller Welt und die warme Sommerluft. Das alles machte diesen Moment zu einem echten Paris-Erlebnis. Den Abend ließen wir schließlich entspannt im Innenhof unseres Hostels ausklingen.
Am nächsten Morgen wartete bereits das nächste Highlight auf uns. Pünktlich um 9 Uhr betraten wir die frisch renovierte Kathedrale Notre-Dame. Viele von uns kannten sie bisher nur aus Bildern oder aus den Nachrichten nach dem verheerenden Brand im Jahr 2019. Nun das beeindruckende Bauwerk wieder in seiner ganzen Pracht erleben zu dürfen, war für alle ein besonderer Moment. Natürlich durfte auch ein kurzer Stopp am Point Zéro – dem historischen Mittelpunkt Frankreichs – nicht fehlen.
Und dann klappte es doch noch: Mittags ging es endlich hinauf auf den Eiffelturm. Der Ausblick über Paris entschädigte sofort für die Planänderung des Vortags. Von oben wurden viele bekannte Sehenswürdigkeiten plötzlich ganz klein – und natürlich entstanden unzählige Fotos für die heimischen Fotoalben und sozialen Medien.
Bevor es am Abend zurück nach Deutschland ging, blieb noch genügend Zeit, durch die Straßen von Paris zu bummeln, Souvenirs zu kaufen oder – ganz im Sinne einer Frankreichfahrt – das ein oder andere Paar Schuhe zu entdecken. Oder auch, um noch ein paar Fotos zu machen :-).
Selbst die Rückreise wurde nicht langweilig: Ein herrenloses Gepäckstück sorgte am Bahnhof kurzfristig für eine Evakuierung und eine kleine Portion Spannung. Nachdem sich die Situation schnell geklärt hatte, verlief die Heimfahrt jedoch völlig problemlos.
Zwei Tage voller französischer Sprache, Geschichte, Kultur und vieler gemeinsamer Erlebnisse gingen damit viel zu schnell zu Ende. Eins ist sicher: Paris hat uns einmal mehr begeistert – und macht Lust auf die nächste Exkursion.
À bientôt, Paris!





